Archive für 15.5.2008

Rhabarberkuchen und Nudelsalat

Die Getränke stehen kalt, ein leckerer Rhabarberkuchen duftet in der Küche, der Nudelsalat ist auch fertig (und ich auch), ich habe Peter heute vormittag noch hier und dorthin fahren müssen, Sarah hat dann doch nicht um 13.00 die Schule aus, sondern um 16.00 Uhr, aber Jana kommt gleich heim (und darf dann diew Hähnchenschenkel machen) und Sebastian hatte heute frei (Studientag) und hilft Peter.

Naja, bloß nicht schlapp machen, Rita :-)  Jetzt noch eine leckere Tasse Kaffee, eine gute erfrischende Dusche und dann lasse ich die Arbeit hier auf dem Hof zurück und widme mich meinen Teilnehmern.

Seit 2 Stunden fahren die Schlepper und in der Ferne höre ich es donnern. Meistens ist es so, dass sich die Gewitter verziehen (Ließem liegt günstig), und vielleicht machen ein paar Regentropfen ja auch gar nix aus……….

Es bleibt eine spannende Sache - das Silomachen, gut, dass wir trotz allem doch Ruhe bewahren.

Der Kaffee ist fertig………

RitaN

Sommer, Sonne, Silo machen

Alle Jahre wieder…… wenn das Wetter spitze ist, wenn das Gras auf den Wiesen hoch genug gewachsen ist, wenn nicht unbedingt der Regen “da hängt”, dann ist es so weit: dann kommen die Maschinen aus der Halle, werden noch einmal abgeschmiert, angehängt und dann gehts los: erst werden alle Wiesen gemäht, dann wird das Gras gewendet, damit es trocknen kann, dann wird es auf Schwaden geschwadet und dann kommt der große Hächsler mit einigen großen schweren Hängern, die von dicken Traktoren gezogen werden. Und dann ist für einige Stunden ziemlich viel Aktion auf dem Hof.

Für mich als Haus- und Bauersfrau (denn ich melke dann auch meistens die Kühe) und ist das immer eine sehr große Herausforderung: “Wie mache ich es mit dem Essen? Wann machen die Männer (meistens 6-8) ihre Pause? Was koche ich? Nehmen sie sich Zeit zum Setzen oder brauchen sie nur was aus der Hand? ….. Und flexibel muss ich bei dem Ganzen auch noch sein: Gestern hieß es: “wir fangen am Donnerstag nachmittag an”, gut so, denn da bin ich selber dann arbeiten, meine Kids haben früher Schule aus und können sich dann um die belegten Brötchen, ausreichend Kaffee, Cola, Sprudel, etc… kümmern, und das Melken muss dann auch einer von den 3en übernehmen.
Heute morgen dann ein Anruf vom Lohnunternehmer: “Wir können direkt starten!!!”. (Schock!) Jetzt muss auch Peter umdisponieren, denn er muss noch zusätzlich Leute organisieren, da er durch dein kaputtes Knie ja leider ausfällt. Und ich habe jetzt dann doch für die Leute schon zum Mittag zu kochen (und um 14.30 muss ich los zu WW).

Das ist eigentlich ein ganz normaler Silotag und alle Jahre wieder deshalb, weil es auch immer so an Sebastians Geburtstag so ist. Morgen wird der “kleine Kerl” (er ist mittlerweile größer als ich) schon 16. Wahnsinn, wie die Zeit vergeht. Und schon am Tag seiner Geburt wurde bei uns auf dem Hof Silo gemacht. Da war der Geburtstermin ziemlich ungünstig geplant :-)

Wie gut, dass wir bei dem ganzen Stress dann doch noch Ruhe bewahren können. Das liegt einfach an unserer Einstellung, unserem Lebensmittelpunkt: Jesus. Letztes Jahr war ich auf der Frauenkonferenz, auf der auch Beate und Heike waren. Dort hat Christine Caine gesagt: ” Wo Jesus die Radnarbe ist (der Mittelpunkt), und unsere Aktivitäten wie die Speichen in einem Rad darum herum angeordnet sind, hat alles seinen Platz und seine Zeit”. Ja, dann hat der Tag auf einmal 24 Stunden :-) und wir wundern uns, was man da so alles reinpacken kann :-) Schon morgens sagen wir Jesus, was so alles ansteht und befehlen uns so seinem Schutz an. Er schenkt Gelingen, selbst, wenn in unseren Augfen auch mal was schief gelaufen ist, so wissen wir, dass Gott es auch weiß und das gibt uns wirklich die nötige Ruhe.
So machen wir auch heute Silo, gegen alle Vernunft, gegen die Wettervorhersage und gegen das Gerede der Nachbarn. Aber trotzdem nicht blauäugig. Für heute Nachmittag sind Gewitter gemeldet und der Himmel ist auch schon ziemlich bedeckt. Ursprünglich sollten wir erst nach 14 Uhr dran kommen mit hächseln. Wenn wir jetzt um 10.00 Uhr starten, sind wir gegen 16.00 Uhr fertig. Und dann kann das Gewitter kommen. Ja, so gut meint es Gott mit uns :-)
Und jetzt bereite ich das Mittagessen für die hungrigen Männer zu, die wahrscheinlich nicht um 13.00 Uhr essen, sondern evtl. erst um 16.00, wenn alles “unter Dach” ist. Tja, so flexibel muss man eben sein.

Auch ja, und bis 12.00 muss auch meine Produktbestellung bei WW auf dem Tisch liegen, denn wir haben Ende des Monats Inventur, da heißt es: jedes Produkt, jede Broschüre, jedes Bonbon, jede Tüte Chips zählen…. und wir erhalten dann auch erst wieder Ware ab Anfang Juni. Da muss ich jetzt für fast 300 TN und 6 Treffen kalkulieren.

Und heute abend kann ich meinen WW-Teilnehmern etwas von den Erfolgsgewohnheiten erzählen: Im Vorraus planen :-)

RitaN

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