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9.6.2008 von admin.
“Früher” hätte ich mich furchtbar geärgert und das hätte jeder um mich herrum auch zu spüren bekommen. Ich bin ja für ein paar Tage (zum Glück nur noch bis morgen), die “Chefin” im Kuhstall
Da muss man dann auch Entscheidungen treffen, die ich sonst mit Peter besprochen hätte, aber bis eine SMS aus Spanien zurück kommt - sind hat ettliche KM bis dahin ![]()
Heute morgen ist Super Sommer Wetter, den ganzen morgen sitze ich schon draußen und bereite mich auf die Treffen der Woche vor, tippe zig Zahlen in meinen Laptop, und geniesse das schöne Wetter.
Davon sollen unsere Kühe doch auch etwas haben. Ich entscheide mich also dafür, die Pforten auf zu machen - sie dürfen auf die Wiese. Alles kein Problem, aber im Zaun ist kein Strom, und da ist es für sie ein leichtes, da durch zu gehen, denn auf Nachbars Wiese schmeckt das Gras ja einfach besser.
Genau DAS ist dann auch nach 30 Min passiert. Sonst wäre ich ausgerastet, aber: ich bin ja Bewegungsmotiviert und so sage ich mir: lauf nur - genisse diese Extragänge - alles AktivPoints. Nach 45 Minuten hatte ich so auch alles wieder “unter Kontrolle”, habe aber die Kühe “verwarnt”: wenn ihr meint, ihr könntet das jetzt öfters machen, dann gehts wieder unter Dach. Bis jetzt hören sie auf mich
Ansichtssache ist auch der Begriff: Hausfrau, bzw. “nur” Hausfrau:
Gestern war in Luxemburg Muttertag und den haben wir zusammen nach dem Gottesdienst gefeiert. Jede Frau/Mutter bekam eine wunderschöne Rose und einige Kinder haben etwas vorgetragen:
„nur“ Hausfrau
(Gespräch zwischen dem Leiter und 2 Geschwistern)
Leiter: …. Und jetzt die Daten eurer Mutter:
Name? Antwort Geburtsdatum? Antwort
Beruf?
Kind: unsre Mutter übt ihern Beruf aber im Moment nicht aus.
Leiter: Du meinst also, sie ist Hausfrau.
Kind: das ist doch kein Beruf!
Leiter: Warum ist das kein Beruf?
Kind: Da kann man doch nichts verdienen.
Leiter: Was ist denn ein Beruf?
Kind: Wenn man ins Geschäft geht. Unsre große Schwester geht früh um halb 8 weg und
arbeitet bis 12; dann hat sie Mittagspause bis 1 und um 5 Feierabend. Und am ersten
bekommt sie ihr Gehalt.
Kind: Unsre Mutter geht nicht zur Arbeit, sie ist immer zu Hause.
Leiter: Und da arbeitet sie nichts?
Kind: Doch. Sie sorgt für unser Brüderchen. Er ist noch ganz klein.
Leiter: Also ist eure Mutter Säuglingsschwester.
Kind: Unsre Mutter hat uns Gehen und Sprechen beigebracht und immer mit mir gespielt.
Leiter: Dann ist sie Kindergärtnerin.
Kind: Mutter hat immer für mich gesorgt, wenn ich krank war.
Leiter: Also ist sie Krankenschwester.
Kind: Ich war oft krank. Aber manchmal hat Mutter ein Fest daraus gemacht. Sie hat mir
dann vorgelesen, Apfelsinen geschält und mein Lieblingsessen gekocht.
Kind: Unsre Mutter hat mir hundert oder tausend Fragen beantwortet. Sie hilft mir bei den
Hausaufgaben.
Leiter: Dann ist eure Mutter Lehrerin.
Kind: Für mich hat Mutter mehr als 10000 Kartoffeln geschält und mir jeden Tag das Essen
gemacht.
Leiter: Also ist sie Köchin.
Kind: Unsre Mutter hat mir ungefähr 600 Knöpfe angenäht.
Leiter: Dann ist sie Näherin.
Kind: Mutter hat mind. 60000 Teller und Tassen abgewaschen, 5000 Mal mein bett gemacht
und ganz viel Geld verwaltet.
Leiter: Eure Mutter ist offensichtlich Wirtschaftsleiterin. Und jetzt was anderes. Wann
beginnt ihre Arbeitszeit?
Kind: Ganz früh, bevor die anderen aufstehen.
Leiter: Und wann hat sie Mittagspause?
Kind: Mittags kommen doch alle zum essen heim. Da hat sie die meiste Arbeit.
Leiter: Und wann hat sie Dienstschluss?
Kind: Wenn die Küche nach dem Abendessen aufgeräumt ist.
Kind: Nein, erst wenn Jutta ihre Vokabeln kann.
Kind: Und wenn sie mit Vater alles besprochen hat.
Kind: Eigentlich nie. Wenn Uwe in der Nacht weint, ruft er ja auch wieder nach Mutter.
Leiter: Zehn oder 20 Berufe auf einmal, Arbeit von früh bis spät, ununterbrochen im Dienst.
Warum tut sie das?
Kind: Weil sie uns lieb hat.
Kind: Sie ist doch unsre Mutter.
Leiter: Und wie viel verdient sie dabei? Als Kindergärtnerin 1300€, als Säuglingschwester
1500€, als Lehrerin 2000€. Das sind zusammen 4600€……
Kind: Halt – das stimmt doch gar nicht!
Kind: Sie verdient überhaupt nichts. Sie bekommt nur das Haushaltsgeld und das gibt sie
wieder für uns aus.
Kind: Wir könnten das gar nicht bezahlen.
Kind: Aber wir wollen dir danken, Mutter.
Kind: Wir wollen rücksichtsvoll sein, wenn du müde bist.
Kind: Wir wollen zupacken, wenn du Hilfe brauchst.
Kind: Wir wollen einmal so werden wie du.
Beide: Wir haben dich lieb, Mama!
RitaN
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