Heute kann ich ausschlafen, und auch zum Frühstück brauchen wir uns nicht zu beeilen. Wir haben heute Zeit, denn der Gottesdienst, der sonst immer um 10.00 Uhr beginnt, ist heute um 15.00 Uhr, weil wir Advendtsfeier am Nachmittag haben mit Kaffee, Plätzchen und Kuchen. Ich genieße es, mich im Bett noch mal umzudrehen und mich richtig in die Decke einzukuscheln.
Da höre ich draußen den Traktor. Immer, wenn ich den höre, weiß ich: Peter kommt in den nächsten 15 Minuten ins Haus zum Frühstück. Es wäre schön, wenn dann wenigstens der Kaffee schon durchlaufen würde.
Als ich aus dem Schlafzimmer komme, wundere ich mich, dass im Haus überall Licht brennt, auch der Tisch ist schon gedeckt. Und so langsam komme ich zu mir:
Ich habe vollkommen verschlafen, habe den Wecker gestern abend nicht gestellt und in meinem Traum hatten wir schon Sonntag.
So habe ich heute nicht am Frühstückstisch gesessen, und konnte Jana und Sebastian nicht in ihren Tag verabschieden.
Oh wei, bin ich jetzt eine Rabenmutter?
Aber da die beiden wissen, wo Brot, Nutella, Milch, Messer, Brettchen und die Wurst stehen, beide einen Wecker haben und auch wissen, wann sie aus dem Haus müssen, brauche ich mir kein schlechtes Gewissen zu machen. Ihr Tag hat sicher pünktlich angefangen.
Sarah hat ihren Tag noch komplett vor sich und durfte auch länger schlafen. Sie hat heute Ihre erste Nachtschicht und ist schon sehr gespannt auf das nächtliche Treiben auf Station.
Und weil heute nicht Sonntag ist, sitze ich jetzt über der Abrechnung von den Treffen gestern abend, sortiere die Karteikarten wieder ein und bereite mich auf das Treffen heute abend in Prüm vor.
RitaN
8.12.2009 bei 14:18
mich schüttelt es beim wort “rabenmutter” das gibt es in keiner anderen sprache dieser welt.